TOP Ö 1: Mündliche Informationen zu diversen Themen durch das Staatliche Bauamt Würzburg (Frau Schwarz)

Beschluss: Ohne Abstimmung

Oberbürgermeister Müller begrüßt eingangs Frau Schwarz und Herrn Endres als Vertreter des Staatlichen Bauamtes, die im Folgenden verschiedene Informationen zu Maßnahmen im Stadtgebiet Kitzingen geben.

 

-     Umstufung Nordtangente und Königsplatz/Kaiserstraße

 

Frau Schwarz stellt dar, dass die Umstufung bis zur Jahresmitte 2018 abgeschlossen werden sollte. Hierfür ist noch ein förmlicher Antrag durch die Stadt Kitzingen nötig. Die Umstufung der Nordtangente soll in zwei Abschnitten erfolgen. In einer abzuschließenden Umstufungsvereinbarung sind auch die Rahmenbedingungen (z. B. ggf. finanzieller Ausgleich für Königsplatz/Kaiserstraße) festzulegen, worüber letztlich noch gesprochen werden müsse. Nach in diesem Jahr erfolgt eine gemeinsame Begehung und Bewertung der vorhandenen Erschließungsanlagen.

 

-     Weiterführung Nordtangente auf ST 2272

 

Die Weiterführung der Nordtangente auf die ST 2272 ist ebenfalls in Planung und vom Bau des Kreisverkehres zur Anbindung von conneKt und Richthofen Circle abhängig.

 

-     Sanierung der Kaltensondheimer Straße

 

Die Sanierung der Kaltensondheimer Straße soll in zwei Abschnitten erfolgen. Zum einen wird der Teilbereich der bereits sanierten Kurve bis zur Eherieder Mühle komplett saniert. Die Arbeiten und die dafür notwendige Vollsperrung sollen in den Herbstferien beginnen. Zum anderen wird der Bereich bis zum Tierheim nur in Teilen ausgebessert. Hierfür wird die Straße punktuell einseitig gesperrt.

Frau Schwarz stellt dar, dass sie den Wunsch nach einem Radweg kenne, jedoch eine Umsetzung dessen auch mit Blick auf die geringe Straßenbreite einer umfassenden Planung, ggf. sogar eines Planfeststellungsverfahrens, bedürfe. Hierfür fehlen gegenwärtig die Kapazitäten.

 

Oberbürgermeister Müller möchte in diesem Zusammenhang wissen, ob man die Kaltensondheimer Straße für den Schwerlastverkehr sperren könne.

Frau Schwarz verneint dies und stellt dar, dass auf einer Staatsstraße der Schwerlastverkehr nur mit Blick auf den Straßenausbau nicht gesperrt werden könne. Die Straße habe noch die vorgeschriebenen Mindestbreiten.

 

-     Situation ST 2270 in Richtung Mainstockheim

 

Frau Schwarz verweist auf den Handlungsbedarf bei der ST 2270 in Richtung Mainstockheim, was jedoch mit Blick auf die Auflagen hinsichtlich der Entwässerung sowie den verschiedenen Zufahrten von Hauseigentümern nicht problemlos ist und somit auch einer umfassenden Planung bedürfe.

 

-     Update Verkehrsrechner

 

Frau Schwarz verweist auf die verschiedenen Ampeln im Stadtgebiet und die Einstellungen des Verkehrsrechners, die stets in Abstimmung mit der Stadtverwaltung erfolgten. In Kürze werde ein Update für den Verkehrsrechner eingespielt, der dann noch mehr Berechnungen ermögliche und somit die angeschlossenen Ampelschaltungen weiter optimiert werden sollen.

 

-     Barrierefreier Übergang E-Center Kreuzung

 

Frau Schwarz weist daraufhin, dass der barrierefreie Übergang an der E-Center Kreuzung in Zusammenhang mit dem Austausch eines Ampel-Mastens bereits erledigt wurde.

 

 

 

Oberbürgermeister Müller möchte wissen, ob der Schwerlastverkehr auf der B 8 insoweit reduziert werden könne, als dass man eine Umleitung um Kitzingen über die Panzerstraße sowie die Nordtangente ausschildere. Dabei verweist er auch auf die Situation in Mark Bibart, wo ebenfalls eine Umleitung um den Ort erfolge.

 

Frau Schwarz stellt dar, dass es grundsätzlich schon möglich sei, Verkehrsströme zu leiten. Sie gibt jedoch zu bedenken, dass eine geänderte Verkehrsführung auch immer Auswirkungen auf die die weiteren Kreuzungspunkte an der ST 2271/2272 habe. Die B 8 sei gegenwärtig so gesteuert – auch hinsichtlich der Signalanlagen – um eine schnelle Durchfahrt durch Kitzingen zu ermöglichen.

 

Oberbürgermeister Müller möchte wissen, wann die provisorische Markierung an der B 8/Siegfried-Wilke-Straße/Jahnstraße endgültig aufgebracht werde. Seiner Auffassung nach habe sich die neue Markierung bewährt.

Frau Schwarz bestätigt dies und weist darauf hin, dass diese endgültig im Zusammenhang mit der Sanierungsmaßnahme aufgebracht werde.

 

Anschließend haben die Mitglieder des Verwaltungs- und Bauausschuss folgende Anmerkungen, worauf Frau Schwarz jeweils eingeht:

 

-     Die Ampeln in der Stadt sind nach Auffassung der Mitglieder zu viele und darüber hinaus nicht entsprechend der Möglichkeiten und Verkehrsströme geschalten. Dabei wird vor allem die gesamte Nordtangente mit den verschiedenen Abbiegemöglichkeiten (vor allem Bayernplatz) sowie die neue Ampel angesprochen, die im Zuge der höhengleichen Kreuzung an der ST2272/ST2271 entstehen wird. Hier wird vor allem eine nächtliche Ampelschaltung thematisiert.

 

Frau Schwarz stellt dar, dass sämtliche Ampeln und auch deren Schaltungen mit der Stadt Kitzingen abgestimmt seien. Hinsichtlich des Verkehrsrechners verweist sie auf das neu einzuspielende Update, wodurch sich die Funktionalität noch verbessern werde. Ihrer Auffassung nach sei eine Ampel nach wie vor die sicherste Möglichkeit der Verkehrsführung – vor allem für die Fußgänger. Eine Nachtabschaltung lehne sie mit Blick auf die Sicherheit ab. Die zusätzlichen Ampeln an der höhengleichen Kreuzung begründet sie mit den dann steigenden Verkehrsaufkommen, da dann ein Teil der Verkehre der gegenwärtigen ST2271/ST2272 über die neue Kreuzung führen.

 

-     Herr Schardt verweist auf eine Böschung an der Kaltensondheimer Straße, die nicht gesichert sei. Er bittet im Zuge der Maßnahme dort eine Absperrung anzubringen.

Frau Schwarz stellt dar, dass es für eine derartige Fahrbahnabsperrung ebenfalls Vorgaben gebe, sagt jedoch eine Prüfung zu.

 

-     Herr Schardt verweist ebenfalls auf den Fußgängerüberweg an der B 8/Schützenstraße, an dem nach wie vor der barrierefreie Gehwegsbelag fehle.

Herr Hein erklärt, dass dies nach Abschluss des Verwendungsnachweises im Jahr 2018 erledigt werde.

 

-     Stadträtin Glos verweist auf die Kreuzung an der Wörthstraße und möchte wissen, ob hier ein Mittelstreifen gebildet werden könne.

Frau Schwarz verneint dies unter dem Verweis auf die fehlende Mindestbreite.

 

-     Stadträtin Glos verweist außerdem auf die Kreuzung von der Nordtangente in Richtung Eselsberg. Hier würde ihrer Auffassung nach eine Rechtsabbiegespur für Entlastung sorgen. Darüber hinaus verweist sie auf die Situation auf der ST 2271 in Richtung Großlangheim in Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft sowie den Richthofen Circle. Hier fehle ein sicherer Übergang zum Rad- und Fußweg auf der gegenüberliegenden Seite.

Abschließend verweist sie auf den Wunsch der AG Sozialen Stadt, in der Siedlung an der Kreuzung Königsberger-/Breslauer Straße einen Kreisverkehr zu bauen.

 

-     Stadträtin Dr. Endres-Paul bittet um Überprüfung im gesamten Stadtgebiet, an welchen Ampeln der grüne Pfeil für das Rechtsabbiegen umgesetzt werden könne.

 

-     Stadtrat Pauluhn bezieht sich auf die Sanierung der Brücke der Jahnstraße, die offenbar nur aufgrund der Umleitungsstraße der B 8 während der Baumaßnahme in einer derartigen Dimension saniert werden müsse. Seiner Auffassung nach brauche die Brücke bedingt durch die Abstufung keine derartige Tonnagenbegrenzung.

Frau Schwarz stellt dar, dass eine Brücke in einer entsprechenden Klassifizierung saniert werden müsse – unabhängig von der Umleitungsplanung.

 

 

Oberbürgermeister Müller stellt fest, dass keine weiteren Wortmeldungen vorliegen und bedankt sich bei Frau Schwarz vom Staatlichen Bauamt für die Informationen.

 


Die Informationen des Staatlichen Bauamtes werden zur Kenntnis genommen.