Antrag der ÖDP - Stadtbus und SMART City

Betreff
Antrag der ÖDP - Stadtbus und SMART City
Vorlage
2021/038
Art
Sitzungsvorlage (Beschluss)

1.    Begründung seitens der Antragssteller:

zu 1.) bis 3.)

Auszug aus dem Internetauftritt der Stadt Kitzingen:

"Die Stadt Kitzingen hat ein gemeinverträgliches Verkehrskonzept, das allen hier lebenden Menschen größtmögliche Mobilität gewährleistet. In diesem Konzept sind soziale, ökologische und ökonomische Erfordernisse gleichrangig berücksichtigt."

zu 4.)

https://www.ict-smart-cities-center.com/smart-cities/mobilitaet/

https://www.industr.com/de/wie-sieht-die-infrastruktur-der-staedte-von-morgen-aus-2334685

https://www.magility.com/smart-cities-intelligenter-verkehr-in-vernetzten-staedten/

 

2.    Stellungnahme der Stadtverwaltung:

Es wird dringend empfohlen vor einem konkreten Konzept, wie bisher vorgeschlagen, eine Bedarfsanalyse zu erstellen. Dabei soll auch die Verbindung von Kitzingen zur Uni-Hubland in Würzburg mit berücksichtigt werden. Die Bedarfs- und Kostenanalyse kann durch die Bearbeitung eines geeigneten Fachbüros erfolgen.

 

Stadtbus

Das Thema „Stadtbus“ wurde bereits im Verkehrskonzept aus dem Jahr 2013 dargestellt. Der Stadtrat hat am 10.10.2013 entschieden das Thema nicht weiter zu verfolgen (siehe Anlage 1).

Ein Stadtbus ist ein innerstädtisches Verkehrssystem, dass die einzelnen Stadtteile miteinander verbindet. Es stellt somit ein von den Städten selbstverwaltetes Busnetz dar. Für eine Kleinstadt könnte ein Stadtbus erhebliche finanzielle Kosten bedeuten. Bereits im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) von 2013 war von einer Prognose einer Unterdeckung von 200.000 bis 600.000 Euro die Rede. Um die Veränderungen seit 2013 zu berücksichtigen, sollte der VEP, durch eine Bedarfsanalyse aktualisiert und fortgeschrieben werden. Das Ergebnis dieser Vorstudie kann als Grundlage zur weiterführenden Arbeit genutzt werden.

Mit dem Anruf-Sammeltaxi gibt es in Kitzingen bereits ein funktionierendes ÖPNV System.

Das Anruf-Sammeltaxi gibt es seit mehr als 10 Jahren und wird von der Bevölkerung auch gut angenommen.

Die Stadtverwaltung empfiehlt den Antrag zunächst zurückzustellen und ein Fachbüro mit der Durchführung einer Bedarfsanalyse zu beauftragen. Dabei soll eine Verbindung zu dem Bildungszentrum der Universität Würzburg, Hubland, ebenfalls berücksichtigt werden.

Aufgrund von Überschneidungen der Thematik der Anträge der SPD und der ÖDP hinsichtlich der Entwicklung des städtischen ÖPNV, ist es zielführend diese Themen zusammen zu beraten und das weitere Vorgehen zu entscheiden.

 

Smart City

Smart City ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Diese Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen.

Sollte der entsprechende Bedarf eines Stadtbusses dargestellt werden können, dann ist die Erarbeitung eines smarten Konzepts grundsätzlich zu empfehlen. Dabei sollten möglichst Innovative Ideen in Betracht gezogen werden. Dazu ist es jedoch erforderlich das Thema inhaltlich und/oder räumlich zu konkretisieren.

 

1.    Vom Sachvortrag wird Kenntnis genommen.

 

2.    Die Stadt Kitzingen erarbeitet in 2020 ein Stadtbuskonzept mit den vorrangigen Zielen, die Orts- und Stadtteile mit der Altstadt, dem Bahnhof, den Friedhöfen und dem Krankenhaus in einem regelmäßigen 1 Std.-Takt ab 2021 zu verbinden.

 

3.    Die Stadt Kitzingen erarbeitet ein Konzept mit dem Ziel, die gem. Pkt. genannte Stadtbusse in einem regelmäßigen 1 Std.-Takt spätestens ab 2022 mit der Uni-Hubland in Würzburg zu verbinden.

 

4.    Für das Haushaltsjahr 2020 sind die finanziellen Mittel in Höhe von 50.000,- € für die fachliche Begleitung durch ein geeignetes Büro einzustellen und eine staatliche Förderung zu beantragen.

 

5.    Die Stadt Kitzingen erarbeitet möglichst in Zusammenarbeit mit den örtlichen und regionalen Firmen ein Konzept für eine Vernetzung von Verkehr & Infrastruktur zu einer SMART City. Durch die Verwaltung sind entsprechende Fördermittel - möglichst als Modellkommune - zu beantragen.